Medienpolitik

Der vorliegende Kommentar behandelt die Quellen zur österreichischen Medienpolitik in der Zeit von 1945 bis 1953 unter Berücksichtigung der Presse, des Rundfunks und der Wochenschauen. Das Pressewesen war zunächst von den Zeitungen der Besatzungsmächte und der Parteien geprägt. Die von den Besatzungsmächten tendenziell als unzuverlässig betrachtete unabhängige Presse konnte erst ab Herbst 1945 erscheinen und danach im allgemein expandierenden Markt zuerst auf Kosten der Besatzungs-, dann der Parteipresse Anteile erringen. Im Bereich des Rundfunks wurde im sowjetisch kontrollierten Ostösterreich die auf die Erste Republik zurückgehende „RAVAG“ wiedergegründet, wohingegen in den Zonen der Westmächte bis in die frühen 50er-Jahre nur Besatzungssender operieren konnten. Was die Wochenschauen betrifft, fand 1949 ein abrupter Wechsel von den Wochenschauen der Besatzer zur halbstaatlichen „Austria Wochenschau“ statt. Die weitere Entwicklung der Medienpolitik sollte in einem hohen Maße von technischen Neuentwicklungen wie dem Fernsehen bestimmt sein.

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